Ernährung und Lebensmittel

Pfeffer - Geschichte und Einführung

Pfeffer biologisch

Pfeffer ist der Samen der Pfefferpflanze, die eine Pflanze aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae) ist. Die Pfeffeferpfalnze ist ein Kletterstrauch, der an Bäumen emporwächst und bis zu 10 Meter hoch werden kann. Heutzutage werden die Pfeffersträucher auf Pfefferplantagen angebaut, wo sie an Seilen und Holzpfählen emporwachsen. Pfefferpflanzen blühen das ganze Jahr über, werden aber meist nur zweimal im Jahr abgeerntet. Von einer Pfefferpflanze kann bis zu 30 Jahre lang zweimal jährlich Pfeffer geerntet werden. Die größten Anbauländer von Pfeffer sind Indien, Indonesien, Brasilien und Malaysia. Weltweit werden etwa 140.000 Tonnen Pfeffer jährlich prodziert.

Geschichte des Pfeffers

Pfeffer stammt wahrscheinlich ursprünglich von der Malabarküste in Indien. Die Verwendung von Pfeffer ist schon seit mindestens 4000 Jahren bekannt und er ist immer noch das bekannteste und beliebteste Gewürz der Welt.

Pfeffer war in Europa bereits in der Antike bekannt. So erwähnt ihn bspw. der griechische Arzt Hippokrates schon umm 400 v. Chr. Wahrscheinlich kam der Pfeffer über Persien nach Europa.

Pfeffer galt jahrhundertelang als begehrtestes und teuerstes Gewürz der Welt und es konnten sich ihn nur reiche und wohlhabende Bürger leisten. Wer reich war etwas auf sich hielt (ein 'Pfeffersack' war), der tischte seinen Gästen 'gepfefferte' Speisen auf, vom Pfefferkuchen bis zum gepfefferten Wein.

Jahrhundertelang musste Pfeffer auf dem Landweg über den Vorderen Orient und Alexandria nach Europa transportiert werden. In Europa wurde Venedig zum Hauptschlagsplatz für Pfeffer. Venedig hatte zur Hochzeit eine Pfefferflotte von 3.000 Schiffen mit ca. 30.000 Matrosen, die ausschließlich Pfeffer transportierten. Venedig diktierte europaweit die Preise. Trotzdem machten auch die deutschen Pfefferhändler, allen voran die Fugger und die Welser, noch horrende Gewinne mit dem Pfefferhandel. Die Fugger wurden durch ihren Handel zeitweise wohlhabender als der deutsche Kaiser.

Pfeffer war der Grund für viele Entdeckungsreisen. So war der Wunsch Pfeffer direkt importieren zu können, ein Grund für die Suche nach einem Seeweg nach Indien durch Christoph Columbus. Doch erst Vasco da Gama fand den Seeweg nach Indien im Jahre 1498. Damit übernahmen die Portugiesen für rund 100 Jahre den lukrativen Pfefferhandel, gefolgt von den Niederländern und den Engländern. Die Engländer zeigten sich als besonders geschäftstüchtig. Sie strichen Gewinne von bis zu 1.000% ein.

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