Sport und Fitness

Nahrungsergänzung - Einführung und Überblick zum Thema 'Nahrungsergänzungsmittel'

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Nahrungsergänzung - Einführung und Überblick zum Thema 'Nahrungsergänzungsmittel'

Nahrungsergänzungsmittel haben in den letzten Jahren einen unglaublichen Boom erlebt. Die Vitamine und Mineralstoffe in konzentrierter Form (meist Pillen oder Pulver) finden regen Absatz nicht nur bei Sportlern sondern auch bei Menschen jeden Alters, die sich 'gesund' ernähren wollen. Doch was steckt wirklich hinter dem Begriff 'Nahrungsergänzungsmittel' und bringen die Pillen und Pülverchen wirklich etwas?

Definition Nahrungsergänzungsmittel

Noch gibt es keine genauen Regeln und Gesetze zum Them Nahrungsergänzungsmittel. Je nach Dosierung und Bestimmungszweck fallen diese Mittel unter das Lebensmittel- oder unter das Arzneimittelgesetz. Um zumindest den Versuch einer Definition zu machen hat das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVVBgVV) Nahrungsergänzungsmittel folgendermaßen definiert:

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die einen oder mehrere Nährstoffe in konzentrierter Form enthalten und eine lebensmitteluntypische Form (Tabletten, Kapseln etc.) aufweisen.

Mit Ausnahme von Vitamin A und Vitamin D, die bereits in geringeren Mengen Schäden anrichten können, werden Vitaminpräparate, die die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGEDGE) vorgeschlagene Tagesdosis um mehr als das Dreifache überschreiten, als Arzneimittel angesehen. Bei Mineralstoffen reicht schon die Überschreitung um die einfache Menge, um sie als Arzneimittel zu deklarieren.

Bleiben die Nahrungsergänzungsmittel unterhalb dieser Werte, fallen Sie unter das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) und sind somit nicht, wie Arzneimittel, registrierungs- oder zulassungspflichtig.

Sind Nahrungsergänzungsmittel notwendig?

Grundsätzlich sind Nahrungergänzungsmittel für einen Menschen, der sich ausgewogen ernährt nicht notwendig. Auch eine einseitige, unausgewogene Ernährung kann mittels Nahrungsergänzungsmitteln nicht ausgeglichen werden.

In bestimmten Situationen kann eine gezielte Ergänzung der Nahrung mit einzelnen Nährstoffen sinnvoll sein. Diese Situationen sind in Deutschland aber relativ selten.

Beispiele für Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind in Nahrungsergänzungsmitteln hauptsächlich leistungsfördernde Stoffe, ergogene Stoffe, enthalten. Ergogene Stoffe sollen der Verbesserung der Energieversorgung, Vermehrung von Muskelgewebe oder Vermeidung sportbedingter Zellschäden dienen. Allerdings fehlt bis heute jeglicher wissenschaftliche Beweis für die Wirkungsweise dieser Stoffe. Zudem sind schwere Nebenwirkungen bei der Einnahme solcher Nahrungsergänzungsmittel nicht auszuschließen.

Zu den leistungsfördernden oder ergogenen Stoffen zählen u.a.:

  • Kreatin (soll schneller mehr Energie bereitstellen, Kreatin wird vom Körper selbst in Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse gebildet)
  • L-Carnitin (wird in Leber, Niere und Gehirn gebildet und dient der Energiegewinnung aus Fett. L-Carnitin wird nicht verbraucht, sondern immer wieder verwendet. Daher ist eine Extra-Zufuhr von L-Carnitin nicht notwendig)
  • Aminosäuren wie Arginin, Ornithin, Glutamin oder Tryptophan sowie BCAA(sollen muskelaufbauend wirken)
  • CLA (konjugierte Linolsäure. Soll Fettanteil ab- und Muskelanteil aufbauen)
  • Taurin (Soll Herz-Kreislaufsystem stärken, kann vom Körper in ausreuchender Menge selbst produziert werden)
  • Pflanzliche Drogen und Extrakte wie bspw. Guarana (Wirkstoff Koffein), Ephedrin im Heilkraut Ma Huang (sollen anregend uns timulierend und z.T. gewichtsreduzierend wirken)
  • Phosphatsalze, Alkalisalze und Coenzym Q 10 (sollen besonders bei Kurz- und Langstreckenläufern eine Leistungssteigerung bewirken und eine Milchsäurebildung verhindern)

 

 
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