Reise und Erholung

Erlebnisgastronomie. Einführung und Überblick zum Thema Erlebnisgastronomie

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Erlebnisgastronomie

Als Erlebnisgastronomie werden meist Gastronomiebetriebe bezeichnet, die neben dem normalen gastronomischen Angebot an Speisen und Getränken ihren Gästen noch ein besonderes "Erlebnis" bieten. Durch verschiedene Konzepte und Ideen und wollen viele Gastronomen die anhaltende Krise in der Gastronomie meistern, in dem sie ihren Gästen neben der Speisekarte Veranstaltungen, Präsentationen, Konzerte oder ein ganz besonderes Ambiente bieten

  Als Vorläufer und Initiator der Erlebnisgastronomie wie wir sie heute kennen gilt die amerikanische Kette der Hard Rock Cafés, die von Anfang an mit Sammlerstücken und Devotionalien amerikanischer Rock- und Pop-Musik dekoriert waren. Das erste Hard Rock Café wurde 1971 in London eröffnet. Seit 1982 werden Hard Rock Cafés auf der ganzen Welt eröffnet. Mittlerweile gibt es 138 in 42 Ländern. Die Sammlung an Rock- und Pop-Erinnerungsstücken ist auf etwa 70.000 Stücke angewachsen. Diese werden im Rotationsprinzip in allen Cafés ausgestellt.

Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre kam der Trend der Erlebnisgastronomie auch nach Deutschland. Zuerst wurde das Konzept der Erlebnisgastronomie von Diskotheken und anderen Gastronomiebetrieben für eher jugendliches Publikum aufgenommen. In Diskotheken wurden Schaumparties veranstaltet, bei denen die Tanzfläche großflächig mit hüfthohem Seifenschaum bedeckt wurde. Es gab Karaoke-Abende, Singleparties, Ü30-Parties, NDW-Parties und vieles mehr.

Mitte der neunziger Jahre wurde das Konzept der Erlebnisgastronomie auch von der "seriösen" Gastronomie entdeckt und sogar Spitzenköche wie Hans-Peter Wodarz mit "Pomp, Duck and Circumstance" und Eckart Witzigmann mit seinem "Witzigmann Palazzo" kombinierten Zirkus und Varieté mit ihrer Sterneküche zu einem Erlebnisgastronomie-Konzept.

Mittlerweile ist die Erlebnisgastronomie zu einem nicht mehr wegzudenkenden Faktor der Gastronomielandschaft geworden. Verschiedene Konzepte und Ideen schießen mit mehr oder weniger Erfolg aus dem Boden. Dazu gehören mittelalterliche Rittermahle, bei denen zu Musik aus dem Mittelalter mit den Fingern gegessen wird, Dunkelrestaurants, in denen in völliger Dunkelheit gegessen wird um eine Ahnung davon zu bekommen, wie sich Blinde fühlen, Restaurants, in denen neben dem Menü ein Theaterstück aufgeführt wird oder gar ein fiktiver Mord begangen wird, den es aufzuklären gilt. Daneben gibt es Grusel-, Barock-, Unterwasser-, Turm-, Teddybären- und Comedy-Restaurants und viele andere mehr.

Nicht zu vergessen natürlich all die Sushi-Restaurants, Restaurants mit offener oder Show-Küche und all die anderen "Thailänder", "Italiener", "Türken", "Chinesen" und andere exotischen Küchen, die im Grunde auch nichts anderes als Erlebnisgastronomie bieten.

 
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