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Samurai-Schwerter - Schwerter der japanischen Samurai |
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Samurai-Schwerter - Schwerter der japanischen SamuraiSamurai-Schwerter (jap. "Katanas") sind unverrückbar mit der japanischen Ritterkaste der Samurais verbunden. Das Schwert war die Hauptwaffe der Samurai. Es wurden ihm teils mystische Kräfte zugesprochen und wer als Samurai sein Schwert verlor, brachte so eine große Schande über sich, dass er dieser nur durch den rituellen Selbstmord Sepuku entkommen konnte. Geschichte der Samurai-SchwerterDas Schwert hat schon sehr lange eine tiefe Bedeutung in der japanischen Kultur. Zusammen mit dem Siegel und den Juwelen gehört es zu den Insignien des japanischen Kaiserhauses. Der Legende zufolge bekam der erste japanische Kaiser, Jimmu Tenno, das Schwert von der Sonnengöttin Amaterasu, die gleichzeitig die Ahnfrau aller japanischen Kaiser ist. Es wird angenommen, dass die Kunst des Schwertschmiedens mit Händlern aus China und Korea nach Japan kam. Die ersten Schwerter, die in Japan gefunden wurden, stammen aus dem 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. Diese Schwerter sind gerade und haben nur eine Klinge. Mit der Zeit verbesserten die Japaner die Kunst des Schwertschmiedens immer weiter, bis sie schließlich in der sog. Heian-Periode (794-1191 n. Chr.) eigenständige Schwerter schmiedeten. Während dieser Periode wurde Kyoto zur Hauptstadt des japanischen Kaiserrreiches und der Aufstieg der Samurai als herrschende Kriegerklasse begann. Die Samurai kämpften zunächst zu Pferde, so dass Schwerter mit geraden Klingen unpraktisch waren. Da die Samurai die Schwerter außerdem mehr als Hieb- denn als Stichwaffe benutzten, bot sich die gebogene Form zusätzlich an, da ein Hieb mit einer gebogenen Klinge wesentlich wirksamer ist, als ein Hieb mit einer geraden Klinge. Außerdem mussten die Schwerter lang genug sein, um vom Pferderücken aus noch wirksam gegen Fußtruppen sein zu können und leicht genug, um sie auch mit einer Hand führen zu können. Im 10. Jahrhundert begannen die japanischen Schwertschmiede, Schwerter aus aus mehrfach gefaltetem Stahl, den sie selber aus Eisenerz oder eisenhaltigem Sand gewannen, zu schmieden. Allmählich entstand das einschneidige, leicht gebogene Samurai-Schwert, an dessen Form Stil sich von da an bis heute nicht mehr viel geändert hat. Die Zeit von ca. 900 bis ca. 1530 wird auch als "alte Schwertperiode" (jap. "Koto") bezeichnet. Gegen Ende dieser Periode begann der Aufstieg der Samurai als herrschende Kriegerklasse Japans. In der "neuen Schwertperiode" (jap. "Shinto") von 1530-1867 beherrschten die Samurai das Land. Machtansprüche und Gebietsstreitigkeiten wurden fast immer mit dem Schwert gelöst. Gleichzeitig wurde der Ehrendkodex der Samurai, der "Bushido" entwickelt und verfeinert. In der neuen Schwertperiode war es aussschließlich den Samurai erlaubt, zwei Schwerter zu tragen. Dieses Schwerterpaar, "Daito" genannt, bestehend aus dem Katana und dem kürzeren Wakizashi steckte mit der Schneide nach oben im Gürtel. Im Krieg oder am Hofe des Tenno wurde das Tachi getragen, ein bis zu 1,20m langes Schwer. Das Tachi hing am Schwertgehänge mit der Schneide nach unten am Gürtel. Im Gürtel trugen die Samurai oft auch einen Dolch, den Tanto. Die Schwertschmiede der Shinto-Periode aus den Provinzen Bizen, Yamashiro, Yamato und Soshu gelten bis heute als unübertroffen. Die ständigen Auseinandersetzungen der japanischen Feudalherren untereinander führten jedoch zu einer immer mehr steigenden Nachfrage an Samurai-Schwertern und es begann eine Art Massenproduktion, bei der die Qualität zwangsläufig verloren ging. Zu Beginn der Periode der modernen Schwerter, (jap. "Shin-Shinto") seit 1868 führte Kaiser Meiji, der 122. Nachfolger des Reichsgründers Jimmu Tenno, das Kaisertum wieder ein. Er reformierte das Land grundlegend und Verbot den Japanern, Schwerter zu tragen. Die Samurai verloren ihre Macht und Priviliegien und die Schwertschmiede sattelten mangels Nachfrage um auf das Schmieden von Hacken, Pflugscharen und anderen landwirtschaftlichen Geräten. Erst Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts begannen einige Schmiede wieder, Samurai-Schwerter nach alter Tradition herzustellen. Die meisten dieser und viele der noch vorhandenen alten Samurai-Schwerter nahmen nach dem 2. Weltkrieg die amerikanischen GIs als Kriegssouvenirs mit nach hause. Herstellung des Samurai-SchwertesSamurai-Schwerter bestehen aus Eisen, das 10-20 mal "gefaltet" wird, bis es die gewünschten Eigenschaften besitzt. Im Inneren des Schwertes befindet sich ein weicherer Stahl, die äußere Lage bildet härtere Stahl, der wie ein Mantel um den Kern herumgeschmiedet wird. Dieser zusammengesetzte Stahl wird nicht mehr gefaltet, sondern zu seiner späteren Form ausgeschmiedet. Die Verbindung dieser beiden verschiedenen Stahle verleiht Samurai-Schwertern ihre beinahe Unzerstörbarkeit bei gleichzeitiger unglaublicher und lang haltender Schärfe. Die typische gebogene Form der Samurai-Schwerter ensteht erst durch das Aushärten. Dabei wird der heisse Stahl mit einer Mixtur aus Tonschlamm, Holzkohlenpulver und anderen Zutaten überzogen, wobei die Mischung an der Schneide dünner aufgetragen wird, als auf den Rest des Schwertes. Beim anschließenden Abkühlen im Wasser kühlt der Stahl unterschiedlich schnell ab und die typische gebogene der Samurai-Schwerter entsteht. Nach dem Härten wird das Schwert mit unterschiedlich feinen Steinen und Sand poliert. Dabei werden bestimmte Charakteristika des Stahls möglichst herausgearbeitet. Gleichzeitig können kleinere Fabrikationsfehler kaschiert werden.
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