Haushalt und Tiere

Koi - Nishikigoi. Einführung und Überblick zum Thema 'Kois'

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Koi - Nishikigoi

Der Nishikigoi oder kurz 'Koi' ist eine Zuchtform des Karpfens, der aufgrund seiner besonderen farbigen Zeichnungen bei Auktionen und bei Koi-Händlern oftmals horrende Preise erzielt.

Koi stammen vom gemeinen Karpfen, Cyprinus Carpio, ab. Ursprünglich stammen Karpfen aus Osteuropa und Pesrien wurden aber als Handelgut und Nahrungsmittel in Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien und anderen Teilen der Welt eingeführt.

Entgegen der landläufigen Meinung stammen Kois nicht aus Japan, sondern wahrscheinlich aus China. Dort wurde das Wort 'Koi' bereits vor rund 2.500 Jahren gebraucht. Die Fische waren ein Hauptmotiv chinesischer Malerei und Bildhauerei. Einige chinesischen Herrscher hielten Karpfen zu ihrer visuellen Erbauung.

Obwohl es bereits in China Mutationen gab, die Farbmuster aufwiesen, gelten die Japaner als die ersten, die die Nishikigois (Lebende Juwelen) gezielt züchteten.

Zuerst hielten japanische Reisfarmer in der Provinz Niigata die Karpfen als Nahrungsmittel und züchteten sie. Zwischen 1820 und 1830 begannen die Bauern jedoch sie auch gezielt als Haustiere auf Farbe zu züchten. Allmählich gelang es den Reisbauern verschiedene Farben und Muster zu züchten und das Interesse an den Farbkarpfen begann zu wachsen. Die Kois erlangten größtes Interesse in ganz Japan, als dem japanischen Kaiser Hirohito einige Kois für den kaiserlichen Burggraben geschenkt wurden. Heute gibt es mehr als 100 verschiedene Farbtypen und Unterarten der Kois. Dabei sind die 1-, 2- und 3-farbige Varietäten am weitesten verbreitet. Vertreten sind rote, weiße und schwarze, aber auch blaue, gelbe, orange, grüne, metallisch glänzend, silbern- und goldfarbene.

Der heutige Koi ist ein hochgezüchtetes Rassetier. Aus diesem Grund ist er auch extrem anfällig für Krankheiten und Parasiten. Kois werden daher in äußerst sauberen Teichanlagen mit sehr gut gefilteretem Wasser gehalten.

Kois wachsen ständig, auch wenn der Platz im Teich es eigentlich nicht zulässt, und können über 1 Meter groß werden. Außerdem können Kois sehr alt werden. Es wird von Tieren berichtet, die über 200 Jahre alt wurden.

Zuchtformen der Kois

  • Kohaku: Weiße Grundfarbe mit roter Zeichnung. Gilt als eine der ersten Koi-Varietäten.
  • Sanke: Weiße Grundfarbe mit roten und schwarzen Flecken.
  • Showa: Schwarze Grundfarbe und rote und weiße Flecken
  • Bekko: Weiße, rote, oder Gelbe Grundfarbe mit schwarzen Flecken.
  • Utsurimono: Schwarze Grundfarbe und weiße, rote oder gelbe Flecken.
  • Koromo
  • Kawarimomo: Sammelgruppe aller nichtmetallischen Koi, die nicht einer der anderen Zuchtformen zugeordnet werden können. Diese Gruppe wächst ständig, da in ihr die neuen Züchtungen gesammelt werden.
  • Ogon: Einfarbig mit metallisch glänzende Schuppen.
  • Hikarimoyomono: Metallisch glänzende mehrfarbige Koi.
  • Hikari-Utsurimono
  • Asagi/Shusui: Blauer Rücken mit hellbau bis weiß umrandeten Schuppen. Gilt als eine der ältesten Koi-Zuchtformen, aus der verschiedene Varietäten gezüchtet wurden.
  • Tancho: Weiße Grundfarbe mit einem roten runden oder ovalen, herzförmigen Fleck auf dem Kopf.
  • Kinginrin
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