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Weinprobe, Degustation. Einführung zum Thema "Weinprobe" |
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Die WeinprobeDie Weinprobe, auch Degustation genannt, ist die Gelegenheit mehrere Weine auf einmal zu kosten und zu probieren. Weinproben werden meist von professioneller Angeboten. Nicht selten laden Winzer, Weinhändler, Verbände oder Gastronomen zur Weinprobe ein, meist natürlich mit dem Gedanken, ihre eigenen Produkte bewerben zu können. Eine weitere Art der Wein-Degustation ist die Verkostung von Weinen von einem Fachpublikum um zum Beispiel Preise oder Medaillen an die Weine zu vergeben oder um in einem Wettbewerb den besten Wein zu küren. Bei solchen Weinproben durch Fachpublikum wird eine objektive Bewertungsskala angelegt, wie bspw. das Punktesystem des Weinkritikers Robert M. Parker Selbstverständlich kann man aber auch eine Weinprobe im privaten Rahmen machen, ohne sich strenge Regeln und Kriterien auferlegen zu müssen. Eine Weinprobe im Kreis von Freunden oder Bekannten wird garantiert ein erquicklicher Abend. Damit auch alle Spaß an der Weinprobe haben und sie ein Erfolg wird sollte man jedoch einige Dinge beachten. Die Gläser für die WeinprobeIm Prinzip eignet sich für eine Weinprobe jedes Weinglas, das farblos, klar, ohne Schliff und aus dünnwandigem Glas ist. Nur so lässt sich die Farbe, die Klarheit, der Geruch und der Geschmack richtig beurteilen. Die Gläser sollten ein Fassungsvermügen von mindestens 20 cl haben, unten bauchig sein und sich nach oben verjüngen, damit sich der Duft des Weines konzentrieren kann. Je nach Wein sollten entweder Weißweingläser Die Vorbereitung der WeinprobeBevor die Weinprobe beginnt, sollten die Weine die richtige Temperatur haben. Weißweine sollten bei einer Temperatur von 10-12°C, Rotweine bei 14-18° verkostet werden. Manche Weine, besonders Rotweine, sollten vor dem Genuss Zeit haben, zu "atmen", d.h. sie sollten mit Sauerstoff in Verbindung kommen. Die Flaschen sollten daher rechtzeitig vorher entkorkt, möchlicherweise sogar dekantiert werden. Selbstverständlich sollten die Gläser sauber und klar sein. Zur Neutralisierung der Geschmacksnerven sollte Weißbrot und Mineralwasser bereit stehen. Auch ein Gefäß, in das die Gäste den Wein nach der Verkostung ausspucken können, sollte bereit stehen. Am Tag vor der Verkostung sollte man die Gäste darum bitten, auf Parfum und After-Shave zu verzichten, da der Duft des Parfums den Duft des Weines überdecken kann. Auch Rauchen ist vor und während der Weinprobe tabu! Der Ablauf einer WeinprobeBei einer Weinprobe sollte eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden, damit man am ersten Wein noch genau so viel Freude hat wie am letzten. Wie bei einer Käseverkostung sollte man darauf achten, mit dem geschmacklich leichtesten Wein zu beginnen und sich dann allmählich zu steigern, bis am Schluss der komplexeste und intensivste Wein steht. Konkret heisst das: Erst Schaumwein, dann Weißwein Bewertung des WeinesAuch bei der Degustation eines Weines sollte eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden: Zuerst wird die Farbe oder das "Auge" des Weines begutachtet. Dies tut man am besten vor einem weißen Hintergrund (Tischtuch oder Blatt Papier): Welche Farbe hat der Wein? Wie ist die Farbintensität? Ist der Wein klar? Leuchtkraft? Nach der Beurteilung der Farbe kommt die Beurteilung des Buketts und des Duftes. Dabei wird zunächst am Wein gerochen ohne das Glas zu schwenken. Dann riecht man noch einmal, nachdem man das Weinglas geschwenkt hat: Wie ist das Bukett? Ausgeprägt, schwach, mächtig? Wie ist der Duft des Weines, Riecht er fruchtig nach Himbeeren, Apfel oder Zitrus? Blumig nach Veilchen oder Geranien? Nach Gewürzen wie Vanille oder Karamell? Nach Holz wie Zedern- oder Sandelholz? Hat der Duft Moschusanklänge oder riecht er nach Bienenwachs? Hat der Wein noch andere Gerüche wie Trüffel, Harz oder Tabak? Die Beurteilung des Duftes ist eine komlexe Angelegenheit, zu der man eine feine Nase und ein gutes Duftgedächtnis benötigt. Ein geübter Sommelier kann anhand der "Nase" des Weines Eigenschaften wie Rebsorten, Herkunft, Alter und Verarbeitung erkennen. Auch wenn man es wahrscheinlich nie zur Meisterschaft dieser "Supernasen" bringt, so kann man seinen Geruchssinn dennoch trainieren. Mit der Zeit ist man fähig, auch komplexere Düfte zu unterscheiden und zu beschreiben. Nach der Nase wir der Geschmack, die "Zunge" probiert. Dazu nimmt man einen nicht zu großen Schluck des Weins in den Mund. Da die Zunge an verschiedenen Stellen unterschiedliche Geschmacksempfindugen hat, ist es wichtig, den Wein im Mund zu "rollen", so dass er gleichmäßig auf der Zunge und im Mundraum verteilt wird, damit ein Gesamtbild des Weins entstehen kann. Auch das Einziehen von Luft, ähnlich dem Schlürfen von Suppe, ist bei der Beurteilung des Geschmacks förderlich. Bei der Beurteilung der Zunge sind foglende Kriterien wichtig: Ist der Körper leicht, ausgewogen, schwer, usw.? Ist der Wein adstringierend (rauhe Empfindung auf der Zunge)? Ist die Süße herb, ausgewogen, aufdringlich, usw.? Ist die Säure angenehm, würzig, fein, reichlich, usw.? Ist die Balance ausgeglichen, unausgeglichen? Ist eine Bitterkeit vorhanden, nicht vorhanden, leicht, usw.? Nach der Beurteilung des Geschmacks kann man den Wein in ein Gefäß ausspucken. Dadurch lassen sich mehrere Weine degustieren, ohne dass man den Alkohol zu sich nimmt. Es wird jedoch immer ein wenig Alkohol über Zunge und Mundschleimhaut aufgenommen. Abschließend wird noch der Abgang beurteilt, d.h. wie lange der Geschmack des Weins nach dem Schlucken bzw. Ausspucken noch im Mund bleibt. Je nach Dauer dieses Nachhalls spricht man von "kurzem", "mittleren" oder "langem" Abgang.
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