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Heilkräuter aus der Natur - Heilende Wirkung von Heilkräutern

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Heilkräuter aus der Natur

Kräuter eignen sich nicht nur für den Einsatz in der Küche, viele von ihnen haben auch eine heilende Wirkung. Das Wissen um die Wirkung von Heilkräutern ist schon so alt wie die Menschheit. Schon die Menschen in der Steinzeit wussten, welche Heilkräuter sie zur Linderung welcher Leiden nehmen mussten.

Dieses Wissen um die Heilkräuter wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Im Mittelalter waren es vor allem die Klöster, in denen Heilkräuter in speziellen Kräutergärten angebaut und die Kräuter und ihre Wirkung erforscht wurde. Aber auch in der Welt außerhalb der Klostermauern gab es ein profundes Wissen um die Heilkräfte aus der Natur. Diejenigen, die dieses Wissen bewahrten und weitergaben, waren meistens Frauen. Das Wissen der Kräuterfrauen und Kräuterweiblein und ihre Kenntnisse der Heilkräuter waren oft so groß und umfangreich, dass sie den Menschen unheimlich wurden und man sie oft als Hexen beschimpfte. Nicht selten musste eine solche 'Kräuterhexe' ihr Wissen von den Heilkräutern und der Natur mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen bezahlen.

Mit dem Aufkommen der modernen Medizin ging vieles vom Wissen um die Heilwirkung der Kräuter beinahe verloren. Erst in jüngster Zeit ist wieder ein verstärktes Interesse an Heilkräutern und ihren Wirkungen aufgekommen.

Diese Seite stellt zehn der bekanntesten Heilkräuter mit ihren Wirkungsweisen vor.

10 wichtige Heilkräuter

Arnika (Arnica montana LINNÉ)

Arnika, im Volksmund meistens Margarite genannt, wird äußerlich gegen verschiedene Arten von stumpfen Verletzungen wie Prellungen, rheumatischen Gelenk- und Muskelbeschwerden, Frakturödeme oder chronischer venöser Insuffizienz angewandt. Arnika enthält giftige Substanzen. Daher sollte sie nicht innerlich angewandt werden. Arnika war besonders im 19. Jahrhundert eine besonders beliebte Heilpflanze und sie wurde in so großen Mengen gesammelt, dass sie vom Aussterben bedroht war. Arnika steht heuet unter Naturschutz. Die im Handel erhältliche Arnika ist gezüchtet.

Beinwell (Symphytum officinale LINNÉ)

Die heilende Wirkung des Beinwells war schon in der Antike bekannt. Der Name 'Beinwell' beschreibt schon seine Wirkung: Er wird bei Quetschungen, Prellungen und Zerrungen eingesetzt. Beinwell lindert auch die Beschwerden bei Sehnen- und Muskelentzündungen und bei Blutergüssen und Muskelkater. Beinwell wird entweder als Brei oder als Salbe auf die betroffenen Körperstellen aufgetragen. Er ist nicht geeignet für Schangere, in der Stillzeit und für Kinder!

Johanniskraut (Hyperici herba)

Johanniskraut hilft bei psycho-vegetativen Störungen, depressiven Vertsimmungen, Angstzuständen, bei nervöser Unruhe und ganz allgemein als Stimmungsaufheller. Johanniskraut wird meistens als Tee verabreicht und entfaltet seine Wirkung nach zwei bis vier Wochen. Aufgrund der möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollte vor der Einnahme von Johanniskraut ein Arzt befragt werden.

Kamille (Matricaria recutita LINNÉ)

Die ätherischen Öle und Heilstoffe der Kamille wirken beruhigend, wundheilungsfördernd, entzündungshemmend und krampflösend. Kamillentee kennen die meisten als Mittel gegen Magenschmerzen, Darmproblemen und Krämpfen. Äußerlich angewendet hilft die Kamille gegen Entzündungen der Haut, Schleimhaut und des Zahnfleisches. Außerdem ist Kamille als "Frauenpflanze" bekannt. Sie wird schon seit der Antike gegen Regelbeschwerden eingesetzt.

Kümmel (Carum carvi LINNÉ)

Kümmel ist das beste Kraut zur Förderung der Verdauung. Kümmel verhindert Blähungen und hilft gegen Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und leichte Krämpfe. Kümmel regt außerdem die Bildung von Muttermilch an und hilft bereits Kleinkindern und Säuglingen als Tee bei Magen-Darm-Problemen.

Lavendel (Lavandula angustifolia MILL.)

Der charakeristisch Duftenede Lavendel ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil bei der Parfumherstellung, er hat auch in der Naturmedizin einen hohen Stellenwert. Sein Duft hilft sowohl Kindern als auch Erwachsenen beim Einschlafen. Ein Lavendeltee hilft gegen Magen-Darm-Beschwerden und gegen nervöse Unruhe.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis LINNE)

Neben seinem Gebrauch als Küchenkraut, besonders in der Mittelmeerküche, spielt der Rosmarin auch in der Kräuterheilkunde eine wichtige Rolle. Rosmarin hilft gegen Erschöpfung und bei Kreislaufproblemen, sowie bei Problemen mit dem Magen, dem Darm und der Galle. Ein Bad mit Rosmarinöl (10-15 Tropfen mit Sahne gemischt und in eine Badewanne mit 38°C warmem Wasser gegeben) wirkt anregend. Allerdings sollte man ein Rosmarinbad nicht vor dem Schlafengehen nehmen.

Sellerie (Apium graveolens L.)

Der hauptsächlich als Gemüse bekannte Sellerie wird auch häufig in der Kräuterheilkunde eingesetzt. Selleriesaft eignet sich zur inneren Reinigung und hilft damit bei Krankheiten wie Bluthochdruck, Gallenstauungen, Diabetes, Fettsucht, Verstopfung, rheumatischen Beschwerden, Arthritis und Ödemen.

Stiefmütterchen, Wild- (Viola tricolor LINNÉ)

Das wilde Stiefmütterchen, auch Ackerveilchen genannt, besitzt entzündungshemmende Stoffe, die dem Kortison ähnlich sind. Blühende wilde Stiefmütterchen werden gegen Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme, Grindflechte, Windeldermatitis und Milchschorf bei Kindern eingesetzt.

 

 
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