Gesellschaft und Politik

Krawatten. Einführung und Überblick zum Thema 'Krawatten'

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Krawatten

Krawatten gelten in der westlichen Welt und auch in vielen anderen Teilen der Welt als Zeichen der Seriösität und Ernsthaftigkeit. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil des Business-Anzuges und werden auch sonst überall dort im Geschäfts- und Berufsleben getragen, wo ein gewisser Stil und eine gewisse Seriosität verlangt und erwartet wird. Auch bei Feierlichkeiten und Festen wird die Krawatte meist getragen. Krawatten werden hauptsächlich von Männern getragen, es gibt aber auch Krawatten für Frauen.

Geschichte der Krawatte

Die Sitte, sich bunte Tücher kunstvoll um den Hals zu knoten. gab es schon im alten Ägypten und in der Antike. Auch die Soldaten der berühmte Terrakotta-Armee in China tragen krawattenähnliche Tücher um den Hals.

Die Krawatte im heutigen Sinne wurde jedoch erst durch den Franzosenkönig Ludwig XIV. bekannt. Bei einer Truppenparade vor dem Schloss Versailles marschierte auch ein kroatisches Reiterregiment auf. Diese Reiter trugen ein buntes Tuch um den Hals („hravatska“), das in Form einer Rosette gebunden war. Dieses Kleidungsstück erregte den Gefallen des jungen Königs. Der Sonnenkönig machte die „Cravate“ bald zum Zeichen des Adels. Er beschäftigte sogar einen „Cravatier“, der sich einzig und alleine um die Halstücher des Königs kümmerte. Die Krawatte verbreitete sich von Frankreich zuerst über England und dann über das restliche Europa aus.

Das deutsche Wort Krawatte geht auf das französische „cravate“ bzw. „a la croate“ (nach kroatischer Art) zurück.

Stoffe, Größe und Formen der Krawatte

Die Krawatte in der heutigen Form wurde 1924 von dem New Yorker Krawattenhersteller Jesse Langsdorf entwickelt. Seit dieser Zeit ist die Krawatte ca. 140-145cm lang und am unteren Ende etwa zwei bis dreimal so breit wie am oberen Ende. Allerdings ist die Breite Abhängig von der aktuellen Mode. In den Siebzigern waren Krawatten auch schon mal 15cm breit. Für besonders kleine und besonders große Männer gibt es auch Krawatten in Sondergrößen.

Klassiche Stoffe für Krawatten sind immer noch Seide, Schurwolle, Baumwolle oder Polyester. Es gibt aber auch Krawatten aus Leder oder Hanf. Auch die Muster und Farben der Krawatten ändern sich mit der Mode. Die klassischen gestreiften Krawatten (diagonal, die Streifen zeigen von der linken Schulter zur rechten Hüfte) scheinen aber nicht aus der Mode zu kommen. Diese Streifen und die entsprechenden Farben werden in England bestimmten Regimentern. Clubs und Colleges zugeordnet. Daher spricht man auch manchmal von "Collegestreifen".

Krawatten binden und Krawattenknoten

Es soll 85 verschiedene Möglichkeiten geben, eine Krawatte zu binden. Die dabei entstehenden Knoten sind unterschiedlich dick und kompliziert zu binden. Die bekanntesten Krawattenkknoten sind der einfache Windsorknoteneinfache  Windsorknoten (benannt nach dem Herzog von Windsor), der Four-in-HandFour-in-Hand, der Half-WindsorHalf-Windsor, der ChristensenChristensen und der Shelby-Knoten.Shelby-Knoten.

Grundsätzlich gilt beim Binden von Krawatten:

  • Je breiter der Hemdkragen, desto dicker der Knoten
  • Der Knoten sollte den Kragensteg komplett bedecken
  • Das untere Ende der Krawatte sollte nicht über dem Hosenbund hinausragen
  • Das schmale Ende der Krawatte sollte nicht länger als das breite Ende sein. Idealerweise sind beide Enden gleich lang.
  • Krawatten sollten nicht gebunden aufbewahrt werden. Nach Gebrauch den Krawattenknoten lösen und die Krawatte leicht zusammengerollt aufbewahren. Auf diese Weise verzieht sich der Stoff nicht und die Krawatte kann sich "entspannen".

 

 
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