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Wildkräuter - Vorkommen, Ernte und Verwendung einiger
verbreiteten Wildkräuter
Die Natur ist reich an wildwachsenden Kräutern, die richtige
Delikatessen sind, wenn man es weiß. Viele dieser Wildkräuter wie Bärlauch,
Brennessel, Giersch, Brunnenkresse oder Löwenzahn werden heutzutage oft nur
noch als unnützes Unkraut angesehen, dabei sind sie durchaus schmackhaft
und viele von ihnen auch noch gesund.
Brennessel
Vorkommen: Brennessel wächst beinahe überall
bevorzugt auf feuchten, humusreichen Böden.
Ernte: Es werden die Blätter der Brennessel geerntet.
Je jünger die Blätter desto intensiver und besser der Geschmack. Beim
ernten unbedingt Handschuhe und entsprechende Kleidung tragen da es sonst "brennt".
Verwendung: Damit die Brennessel nicht mehr brennt sollte
sie vor dem Rohverzehr einige Minuten in wares Wasser gelegt werden. Auch das
Kleinhacken mindert das Brennen. Beim Trocknen, Kochen oder Blanchieren geht die
Brennwirkung komplett verloren.
Frische kleingehackte Blätter kann man unter den Salat mischen oder auch
in eine Kräuterbuttermischung geben. In der Medizin wird Brennesseltee als
harntreibend, appetitanregend und durchblutungsfördernd geschätzt. Für
einen Brennesseltee werden frische oder getrocknete Blätter mit heißem
Wasser überbrüht und 10 Minuten ziehengelassen. In der Kosmetik wird
die Brennessel zur Herstellung von Haar- und Gesichtswasser und für Shampoo
verwendet.
Brunnenkresse
Vorkommen: Brunnenkresse wächst wild am Uferbereich
sauberer und klarer Gewässer.
Ernte: Es werden hauptsächlich die Blätter der
Brunnenkresse verwendet aber auch die Blüten der Pflanze sind essbar und
eignen sich besonders gut als Dekoration.
Verwendung: Brunnenkresse eignet sich als Brotbelag, in
Salaten, im Kräuterquark oder in Kräutersoßen. Medizinisch hilft
Brunnenkresse zur Anregung des Stoffwechsels bei Rheuma, Gallenfluß sowie
bei der Bekämpfung von Haarausfall, Pickeln und Mitessern.
Gänseblümchen
Vorkommen: Gänseblümchen wachsen auf Wiesen und
am Wegesrand. Sie hat wahrscheinlich jeder schon einmal gesehen.
Ernte: Die Blätter und Blüten des Gänseblümchens
können von März bis September geerntet werden.
Verwendung: Blätter und Blüten eignen sich als
Butterbrotbelag oder als Zutat für einen Salat. Medizinisch wirkt das Gänseblümchen
stoffwechselanregend, stark blutreinigend und entgiftend.
Giersch
Giersch, auch Geißfuß genannt, gilt als das älteste
Wildgemüse. Bereits im 16. Jh. wurde es von der armen Landbevölkerung
als gesundes Gemüse verzehrt, da er reich an Vitaminen und Mineralstoffen
ist. Später wurde Giersch durch den Spinat abgelöst.
Vorkommen: Giersch wächst beinahe überall und
meist in rauhen Mengen. Er ist ein echtes "Unkraut" das sich rasant
vermehrt und das man kaum loskriegt.
Ernte: Die jungen Blätter kann man von April bis Oktober,
die Blüten von Juni bis August sammeln. Beim Sammeln ist darauf zu achten,
dass der Blattstängel im Querschnitt dreieckig ist, denn er hat einige ungenießbare
Doppelgänger.
Verwendung: Giersch kann man mit anderen Wildkräuter
zu einem Wildkräutersalat zusammenstellen. Auch eine Gierschlimonade lässt
sich aus dem Geißfuß herstellen. Zusammen mit Brenn- oder Taubnesseln
lässt er sich auch als Spinatersatz zubereiten. Außerdem gibt er Risotto,
Kräuterquark und Kräutersoßen einen fein-würzigen Geschmack.
Löwenzahn
Vorkommen: Löwenzahn wächst auf Wiesen oder am
Wegesrand
Ernte: Geerntet werden die Blattrosetten und jungen Blätter
von März bis April, die Knospen im April und die Blüten und Stengel
während der Blüte von April bis Mai
Verwendung: In der Küche werden die Blätter des
Löwenzahns meist als Salat verwendet, oft zusammen mit gerösteten Speckwürfeln.
Die Knospen des Löwenzahns kann man in Essig und Gewürzen als "falsche
Kapern" einlegen. Medizinisch gilt Löwenzahn als blutreinigend und aufgrund
der darin enthaltenen Bitterstoffe verdauungsfördernd und leberstärkend.
Er besitzt außerdem viele Vitamine und Ballaststoffe.
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