Teige und Massen

Einführung und Überblick zum Thema 'Teige und Massen'

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Teige und Massen

Was im Volksmund gemeinhin als 'Teig' bezeichnet wird, sind eigentlich unterschiedliche Dinge. Bäcker und Konditoren unterscheiden zwischen Teige und Massen. Teige und Massen unterscheiden sich in ihren Grundbestandteilen sowie in ihren Arbeitstechniken.

Teige

Massen

Bestandteile

Hauptsächlich Mehl, wenig oder kein Fett, Eier, und Zucker

Hauptsächlich Ei, Zucker und Fett, wenig oder kein Mehl

Arbeitstechniken

Meist Kneten, selten mischen oder Rühren

Schlagen, mischen, rühren, u.U. abrösten

Lockerung

Biologisch (Hefe), selten chemisch oder physikalisch

Physikalisch (Luft), Chemisch (Backpulver)

Beschaffenheit und Konsistenz

Elastisch, formbar, plastisch

Schaumartig, weich, streich- und dressierbar, fließend

Teigarten

  • Hefeteig
    Lockerung durch Hefe. Indirekte Teigführung mit Vorteig; direkte Teigführung ohne Vorteig
    Beispiele: Brotteige (Weizen), Pizza, Hefezopf, Leichter Hefeteig (z.B. Krapfen, Süße Stückchen), mittelschwerer Hefeteig (z.B. Savarin, Baba, Gugelhupf), schwerer Hefeteig (z.B. Christstollen)
  • Plunderteig
    Fett wird schichtweise in einen Hefeteig eingearbeitet (tournieren), ähnlich wie Blätterteig
    Beispiele: Apfeltaschen, Mohnschnecken
  • Mürbeteig
    Nach dem Grundrezept 3 Teile Mehl, 2 Teile Fett, 1 Teil Zucker. Zutaten müssen sehr kühl sein und schnell verarbeitet werden, sonst wird der Teig 'brandig'
    Beispiele: Linzer Torte, Spekulatius, Tortenböden, Teegebäck
  • Blätterteig
    Teig aus Wasser, Mehl, dem schichtweise Fett eingearbeitet wird (tournieren)
    Beispiele: Schweinsohren; Käsestangen, Croissants, Pasteten, Fleurons

Massen-Arten

  • Biskuitmasse
    Eiweiß zu Schnee geschlagen und unter kalt schaumig gerührte Eigelb, Zucker und Mehl bzw. Stärkemehl gehoben
    Beispiele: Löffelbiskuits, Rouldaden, Tortenböden
  • Wiener Masse
    Eier und Zucker warm aufgeschlagen, dann kalt geschlagen und Mehl bzw. Stärke und zerlassene Butter untergehoben.
    Beispiele: Getränkte Tortenböden, Petit Fours
  • Sandmasse
    Butter schaumig gerührt, danach Zucker und Eier nach und nach zugeben, Zum Schluss Mehl und Backpulver
    Beispiele: Marmorkuchen, Teekuchen
  • Eiweißmasse (Baiser, Meringue)
    Eischnee mit Zucker aufgeschlagen, bei 60-70°C mehrere Stunden getrocknet
    Beispiele: Meringuen
  • Brühmasse, Brandmasse
    Milch-Wasser-Gemisch erwärmen, Butter darin auflösen, Mehl zugeben und "abbrennen". Leicht erkalten lassen und Eier unterrühren
    Beispiele: Windbeutel, Profiteroles, Liebesknochen, Käse Fours
  • Hippenmasse
    Masse aus Marzipan (Mandeln) oder Persipan (Aprikosenkerne), Zucker, Eiklar, evtl. Eigelb und Mehl
    Beispiele: Tortendeko, Eiswaffeln, Eisgebäcke

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