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Einführung und Überblick zum Thema "Salz und
Speisesalz"
Salz ist seit Urzeiten ein wichtiger Bestandteil der menschlichen
Ernährung. Als Lieferant von Natrium
und Clorid
ist Salz der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff
für die menschliche Ernährung. Der menschliche Körper benthält
ca. 150-300 Gramm Salz und benötigt täglich 3 bis 5 Gramm Salz, um den
Salzverlust durch Schwitzen und Ausscheidungen auszugleichen. Bei übermäßigem
Schwitzen und Krankheiten wie z.B. Durchfall kann der tägliche Salzbedarf
auf bis zu 20 Gramm pro Tag ansteigen.
Geschichte des Salzes
Salz wird durch das Wasser aus dem Gestein der Erde gewaschen
und damit in die Ozeane transportiert. Durch Austrocknung der Meere lagert sich
das Salz dann wieder ab und werden mit der Zeit durch Erosion und Wind wieder
von Erde und Gestein bedeckt. Diese in der Urzeit enstandenen Lagerstätten
nennt man Salzstöcke, hier wird das Salz heute unter Tage abgebaut.
Als der Mensch noch umherziehende Jäger und Sammler waren
und die Nahrung zum überwiegenden Teil aus Fleisch bestand, nahm der Mensch
durch das im tiereischen Fleisch enthaltene Salz genügend Salz zu sich, um
seinen täglichen Salzbedarf zu decken. Mit dem Beginn der Seßhaftigkeit
und der teilweisen Nahrungsumstellung auf pfalnzliche Nahrung, war der Mensch
gezwungen, Salz aus anderen Quellen zu suchen, das er zu sich nehmen konnte. Menschen
konnten sich also nur da niederlassen, wo es genügend Salz gab. Das war also
hauptsächlich an Meeresufern, an den Ufern salzhaltiger Flüsse oder
an Stellen, an denen Salz in kristalliner Form aus der Erde trat.
Die Menschen fanden schnell heraus, dass, wenn Meerwasser oder
anderes salzhaltiges Wasser an der Sonne verdunstet, trockenes Salz zurückbleibt.
In dem sie dem Verlauf salzhaltiger Flüsse folgten fanden die Menschen unterirdische
Lagerstätten und sie begannen bald, Salz abzubauen. Alle antiken Kulturen
hatten mehr oder weniger große Kenntnisse in der Salzgewinnung.
Salz war kostbar und es begannen sich bald bestimmte Handelswege
zu etablieren, auf denen hauptsächlich Salz gehandelt wurde. Städte
entlang dieser Handelswege und Städte, in deren Gegend Salz gewonnen wurde,
wuchsen und wurden reich. So verdankt bspw. München seine Existenz dem Salzhandel.
Das keltische Wort "hall" (=Salz) deutet noch heute auf Städte
hin, die mit der Salzgewinnung oder dem Salzhandel zu tun hatten, wie bspw. Schwäbisch
Hall, Bad Reichenhall, Halle oder Hallstatt. Natürlich deuten auch Städtenamen
wie Salzburg oder Bad Salzuflen auf eine Verbindung zum Salz hin.
Salz war im Altertum und im Mittelalter derart kostbar, dass man
vom "weißen Gold" sprach. Um das Salz wurden ganze Kriege und
politische Machtkäpmfe geführt. Erst mit der Erfindung neuer Gewinnungsmethoden,
der Entdeckung großer Salzvorkommen in Mittel- und Süddeutschland und
schließlich mit dem industriellen Abbau von Salz wurde Salz für jeden
erschwinglich.
Salz wurde jedoch nicht nur zur Ernährung sondern auch zur
Konservierung von Speisen
eingesetzt.
Arten von Salz
Je nach Gewinnungsmethode unterscheidet man verschiedene Salzarten:
- Meersalz wird durch die Verdunstung von Meerwasser gewonnen. Dies ist
die wohl älteste Methode der Salzgewinnung. Da dies nur an heißen Orten
mit wenig Niederschlägen möglich ist, hat der Mensch begonnen, die Hitze
künstlich zuzugeben. Er erfand das Kochsalz und das Siedesalz.
- Siedesalz wird gewonnen, in dem man Meerwasser oder anderes Salzhaltiges
Wasser bis zum Siedepunkt erhitzt und dann langsam verdampfen lässt. Übrig
bleibt Salz mit verschiedenen mineralischen Zusätzen und Spurenelementen.
Das Salzsieden ist ein schwieriger und technisch aufwändiger Prozess, da
gewisse Temperaturen nicht überschritten werden dürfen. Daher ist Siedesalz
auch relativ teuer.
- Kochsalz wird durch das schlichte Verkochen des Wassers gewonnen. Da
bei diesem Kochvorgang höhere Temperaturen erreicht werden als beim Sieden
des Salzes, werden die meisten Inhaltsstoffe des Salzes zerstört. Übrig
bleibt reines Natriumchlorid. Kochsalz ist das billigste aber auch ernährungsphysiologisch
wertloseste Salz.
- Steinsalz wird entweder unter Tage abgebaut oder mit Wasser aus den
Salinen herausgelöst. Die sich bildende Sole wird abgepumpt und das Wasser
anschließend durch Sieden oder Kochen entfernt.
- Kristallsalz wird ebenfalls unter Tage abgebaut oder mit Wasser aus
den Salinen gelöst. Durch den besonders hohen Druck haben sich die Kristallstrukturen
verfestigt und das Kristallsalz sieht aus wie Glas.
Salzzusätze
Salz kann verschiedene Stoffe zugesetzt werden. Zur Verbesserung der Rieselfähigkeit
wird z.B. Kalziumkarbonat (Kalk) oder Magnesiumkarbonat zugesetzt. Zur Vorbeugung
gegen Iodmangel kann Natriumiodat oder Kaliumiodat zusetzt werden. Zur Karies-
und Kropfprophylaxe können geringe Mengen an Natriumfluorid oder Kaliumfluorid
zugesetzt werden.
Übrigens: Da die zugesetzten Stoffe in bestimmten Mengen gefährlich
für den Menschen sein können, hat man beschlossen Salz und nicht etwa
Zucker als Trägerstoff zu verwenden. Der menschliche Körper hat eine
natürliche Abwehrreaktion gegen zu viel Salz. Dem Menschen wird schlecht
und der Magen erbricht das zuviel aufgenommene Salz und damit auch die zuviel
aufgenommenen Zusatzstoffe. Es kann also somit nie zur Überdosierung dieser
Zusätze kommen, anders als z.B. bei Zucker, bei dem der Körper diese
natürliche Abwehrreaktion nicht hat.
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