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Quiche und Tarte
Quiche
Eine Quiche (Vom lothringischen Wort für Kuchen)
ist eine Art pikante Torte, bestehend aus einem Boden aus Mürbe-
oder Blätterteig (früher Brotteig) und einer Füllung,
die aus Milch und/oder Sahne Eiern und diversen Zutaten besteht.
Die Quiche wird in einer speziellen runden Quicheform oder einer
runden Springform gebacken.
Die bekannteste Form der Quiche ist die Quiche Lorraine,
eine Specktorte aus Elsass-Lothringen. Bei der orginal Quiche Lorraine
besteht die Füllung nur aus geräuchertem Speck und einem
Guß aus Schmand bzw. Creme Fraiche und Eiern. Zwiebeln gehören
ebensowenig in eine orginal Quiche Lorraine wie etwa Käse.
Werden der Quiche Lorraine Zwiebeln zugegeben, dann spricht man
strenggenommen von einer Quiche Alsacienne.
Es gibt unzählige Varianten von Quiches, der Fantasie sind
dabei kaum Grenzen gesetzt. Es gibt Quiches mit Spinat, Lauch, Tomaten,
Mangold, verschiedenen Fleisch und Käsen und auch mit Fischen
und Meeresfrüchten. Quiches können warm und kalt und als
Vorspeise oder als Hauptgang gegessen werden.
Rezept Quiche Lorraine
Mürbeteig
200 g Mehl
125 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
etwas kaltes Wasser.
Belag
250 g durchwachsener Speck in dünnen Scheiben
1 EL Butter
3 Eier
200 g Sahne
100 g Crème fraîche
Salz, Pfeffer
Muskat
1 Messerspitze Cayennepfeffer.
Aus den Zutaten, die möglichst kalt sein sollten, rasch einen
Mürbeteig herstellen. Eine Kugel formen, in Klarsichtfolie
einpacken und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank kühl
stellen.
Teig ausrollen und eine eingefettete Springform oder Quicheform
damit auskleiden. Auf den Teig Backpapier legen und dieses mit getrockneten
Hülsenfrüchten (Erbsen, Linsen o.ä. ) beschweren.
Im vorgeheizten Backofen bei ca. 180-200°C 15 Minuten vorbacken
(Blindbacken). Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen.
In der Zwischenzeit Speck in Streifen schneiden und in Butter glasig
dünsten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Eier, Sahne, Crème fraîche mit dem Schneebesen glattrühren
und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Cayennepfeffer abschmecken.
Speck unterrühren.
Den Guss auf den vorgebackenen Teig gießen und bei 180-200°C
weitere 20-30 Minuten backen, bis der Guss vollständig gestockt
ist und eine goldbraune Farbe hat. Vor dem Anschneiden 5 Minuten
im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen.
Tarte
Eine Tarte ist eine Art verkehrtherum gebackene Quiche, bei der
sich der Teig beim Backen oben befindet. Tartes sind im Gegensatz
zu Quiches meist süß. Es gibt jedoch auch einige pikante
Tartes. Als Teig für Tartes wird meistens Mürbeteig oder
Blätterteig verwendet.
Die bekannteste Tarte ist die Tarte Tatin, ein Apfelkuchen
mit karamlisierten Äpfeln auf einem Mürbeteigboden. Um
die Erfindung der Tarte Tatin durch die Schwestern Tatin vom "l'Hotel
Tatin" in der Sologne Region in Frankreich ranken sich einige
Geschichten. Die folgende stellt die offizielle Geschichte von der
offiziellen Tarte Tatin Website (http://www.tarte-tatin.com)
dar:
Während sich die jüngere Schwester Caroline Tatin um
den Service und um die Gäste kümmerte, war die ältere
Schwester Stéphanie in der Küche tätig. Stéphanie
war fleissig und eine großartige Köchin aber nicht besonders
klug. Ihre Spezialität war ein Apfelkuchen mit karamelisierten
Äpfeln und einem knusprigen Boden. Eines Tages während
eines besonders hektischen Mittagsservices füllte Stéphanie
die Zutaten für ihren Apfelkuchen verkehrt herum in die Form,
so dass der Boden oben und die Äpfel und Zucker unten lagen.
Trotz ihres Missgeschickes servierte sie die Tarte ohne sie auch
nur auskühlen zu lassen. Die Gäste waren begeistert und
der Rest ist Geschichte...
Füllung:
150 gr. Butter
125 gr. Zucker
1 kg Äpfel
Teig:
60 gr. Butter oder Margarine
60 gr. Zucker
1 Ei
1 TL Backpulver
150 gr Mehl
Aus den Zutaten für den Teig rasch einen Mürbeteig herstellen,
in Klarsichtfolie einpacken und mindesten 30 Minuten im Kühlschrank
kühlstellen.
Springform oder runde feuerfeste Form mit 24cm Durchmesser mit
der Butter einstreichen. Dann mit dem Zucker bestreuen.
Äpfel schälen, entkernen und je nack Größe
in Viertel oder Sechstel schneiden. Auf dem Zucker anrichten. Die
Form bei kleiner Hitze auf eine heisse Herdplatte stellen, so dass
Butter und Zucker schmelzen können. Sobald der Zucker anfängt
zu karamellisieren, die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und
bei ca. 180-200°C ca. 15 Minuten backen.
In der Zwischenzeit den Mürbeteig in eine runde Form ausrollen,
die etwas größer ist als die Backform.
Die Form aus dem Ofen nehmen und die Teigplatte auf die Äpfel
legen und am Rand gut festdrücken. Vorsicht! Die Form und die
Äpfel sind heiss! Anschließend die Form wieder in den
Ofen schieben und für weitere 15 Minuten backen.
Nach dem Backen die Form aus dem Ofen nehmen und die Tarte Tatin
für einige Minuten in der Form ruhen lassen. Dann eine Servierplatte
auf den Teigdeckel legen und die Form mit einem schnellen Schwung
umdrehen, so dass der Teig sich nun unten befindet. Aus der Form
lösen und möglichst sofort servieren.
Zur original Tarte Tatin wird nichts dazu gereicht. Wer es trotzdem
tun möchte, kann neben der Tarte einen Klacks glattgerührte
Crème fraîche mit etwas Zucker und Zitronenzeste oder
auch eine Kugel Vanilleeis geben.
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