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Purine und erhöhte Harnsäurekonzentration
Purine sind Eiweißbestandteile, die im Körper zu Harnsäure
umgewandelt und über die Nieren ausgeschieden werde. Ist die Harnsäurekonzentration
im Blut zu hoch kommt es zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken,
die wiederum zu Zellverletzungen und damit zu Gicht
führen.
Was tun bei erhöhtem Harnsäurespiegel?
Um einen erhöhten Harnsäurespiegel zu vermeiden, sollte man nicht
mehr als 500mg Harnsäure bzw. 3000mg Harnsäure in der Woche zu sich
nehmen. Besonders viele Purine enthalten Fleisch
und Innereien, manche Fischarten
(z.B. Makrele und Heilbutt), Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen,
sowie Erdnüsse. Um eine vermehrte Purinzunahme zu vermeiden, sollten diese
Lebensmittel möglichst vermieden bzw. nicht allzu häufig verzehrt werden.
Außerdem sollte man regelmäßig und reichlich trinken. Denn
je mehr Urin die Nieren bilden desto niedriger ist die Harnsäurekonzentration
und desto höher ist die Harnsäureausscheidung. Daher sollten mindestens
2 Liter täglich getrunken werden. Es empfiehlt sich besonders vor dem Schlafengehen
etwas zu trinken um während des Schlafes die Nieren richtig "durchzuspülen".
Als Getränk empfiehlt sich besonders Mineralwasser,
verdünnte Säfte und Tee.
Süße und gezuckerte Getränke wie Limondaen und Liköre sollte
man dagegen meiden.
Alkohol hemmt die Harnsäuerausscheidung. Daher sollte konzentrierter Alkohol
wie Branntwein oder Schnaps vermieden
werden. Auch der Bierkonsum sollte gesenkt werden, da Bier
besonders viele Purine enthält.
Um eine erhöhte Harnsäurekonzentration zu vermeiden, sollte man Kochsalz
nur sparsam verwenden, da Salz die Flüssigkeitsausscheidung hemmt. An Stelle
von Salz sollte man Kräuter
und Gewürze verwenden. Auf Fleischbrühe
und Würzmittel wie Brühwürfel, Würzsoßen,
Soßenextrakt, Tomatenketchup u.ä. sollte man ganz verzichten. Auch
auf salzreiche Lebensmittel wie gesalzene, gepökelte und geräucherte
Fleisch- und Wurstwaren (z.B. Schinken, Speck, Corned Beef, Salami, Mett- und
Cervelatwurst), Käse
(besonders Edelpilz, Weich- und Schmelzkäse), Knabbergebäck (Chips,
Salzstangen, Erdnüsse), Konserven (Gemüse-, Fisch- und Fleischkonserven),
Fertiglebensmittel (z.B. Kartoffelfertigerzeugnisse), eingelegte Oliven usw. sollten
nur in geringen Mengen konsumiert werden.
Auch das Anstreben und Halten des Normalgewichtes hilft, erhöhte Hanrsäurekonzentrationen
zu vermeiden, da Übergewicht die Bildung von Harnsäure begünstigt.
Aus diesem Grund sollte man fettreiche Nahrungsmittel wie Wurts, fettes Fleisch
und Geflügel, Sahne usw. meiden. Auch fettarme Zubereitungsarten wie z.B.
Kochen, Dünsten, Grillen usw. sind fettreichen Zubereitungsarten wie Braten
oder Frittieren vorzuziehen. Außerdem sollte täglich mehrmals frisches
Obst und Gemüse gegessen werden,
da die meisten Obst- und Gemüsearten kalorien- und purinarm sind und gleichzeitig
wichtige Vitamine und Mineralstoffe liefern.
Eine basenreiche Ernährung hilft ebenfalls gegen eine erhöhte Harnsäurekonzentration.
Daher sollten "basenreiche" Nahrungsmittel wie Milch, Sauermilchprodukte,
Gemüse, Obst, Kräuter, Vollkornprodukte, Nüsse, Kräutertee
und Hydrogencarbonatreiches Mineral- und Heilwasser (Mehr als 1000mg HCO3 pro
Liter) bevorzugt und "säurereiche" Lebensmittel wie Fleisch und
Fisch, Eier, Zucker und zuckerreiche Speisen und Getränke, Weißmehlprodukte
und Alkohol in großen Mengen.
Schließlich hilft regelmäßiger Ausdauersport den Harnsäurespiegel
zu senken. Außerdem wirkt Sport basenbildend und hilft, Übergewicht
abzusenken.
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