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Speisepilze
Was man allgemein als Pilz betrachtet ist nur ein kleiner Teil,
genauer gesagt der sichtbare, sporentragende Fruchtkörper (Thallus) des Pilzes.
Die eigentliche Pilzpflanze wächst verborgen unter der Erdoberfläche
und erstreckt sich dort als feines Fadengeflecht (Myzel) über weite Flächen.
Pilze als Nahrungsmittel sind schon seit Jahrtausenden bekannt.
Sie sind sehr schmackhaft auch wenn die ernährungsphysiologosche Wertigkeit
des 'Fleisch des Waldes' nicht so hoch ist, wie man lange Zeit angenommen hat.
Wildwachsende Pilze besitzen nämlich eine höhere Bindungsbereitschaft
zu den Schwermetallen Quecksilber und Kadmium sowie eine hohe Speicherfähigkeit
für radioaktives Cäsium. Eine Alternative zum wildwachsenden Pilz sind
Zuchtpilze wie Champignon, Shiitake und Austernpilz. Jedoch lassen sich nicht
alle Pilzarten kultivieren. Steinpilz, Pfifferling und Trüffel sind Vertreter
der nicht kultivierbaren Pilzarten.
Die Hauptsaison für Speisepilze ist der Spätsommer und
der Herbst. Es gibt aber praktisch das ganze Jahr über Pilze. Einige Pilzarten
wachsen sogar im Winter. Außerdem gibt es noch Zuchtpilze,
die das ganze Jahr in gleichbleibender Menge und Qualität auf den Markt kommen.
Wer selbst Pilze sammeln möchte, braucht Erfahrung und/oder
ein gutes
Buch aktuellen Datums zur Pilzbestimmung
um nicht versehentlich einen Giftpilz wie bspw. den hochgiftigen Knollenblätterpilz,
der dem Wiesen-Champignon zum Verwechseln ähnlich sieht, zu verzehren und
eine Pilzvergiftung zu bekommen. Man sollte nur eindeutig und zweifelsfrei als
Speisepilze erkannte Pilze verzehren. Im Zweifel
hilft eine Pilzberatungsstelle, deren Adresse man bei der Stadtverwaltung bekommt.
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