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Kaviar - Das schwarze Gold
Kaviar ist der behandelte Rogen von Fischen. Kaviar kann theoretisch
von jedem weiblichen Fisch stammen, sofern dessen Eier nicht giftig sind. Der
echte bzw. russische Kaviar stammt jedoch ausschließlich von weiblichen,
schlachtreifen Stören aus den schwarzen, dem asowschen und dem Kaspischen
Meer. Diesen Kaviar bezeichnet man auch als schwarzes Gold. Der Name Kaviar slebst
geht wahrscheinlich auf einen iranischen Volksstamm zurück, der am Kaspischen
Meer lebt. Die Khediven waren für ihre Körperkraft berühmt und
aßen viel Kaviar. Das zubereitete Störei heißt bei ihnen Cahv-Jar
was "Kuchen der Freude" bedeutet.
Wie gesagt, kann Kaviar grundsätzlich aus den Eiern jeder
Fischart gewonnen werden. So wird bspw. der sog. deutsche Kaviar aus Rogen vom
Seehasen hergestellt. Isländischer Kaviar wird aus dem Rogen vom Capelin
hergestellt.
Gewinnung des Kaviars
Um an den wertvollen Kaviar zu kommen, müssen die Störe gefangen
werden. Dies geschieht in der Zeit, wo sie zum Ablaichen aus den Meeren die Flüsse
hochschwimmen. Die Störe werden in einer Tiefe von ca. 20 m gefangen und
betäubt. Da nur ein lebender und frischer Stör eine hohe Qualität
des Rogens sichert, wird der Fisch umgehend an Land gebracht. Hier werden die
Rogensäcke mit den unbefruchteten Fischeiern entnommen. Von der Entnahme
des Kaviars bis zum Verpackung dürfen kaum mehr als 10 Minuten vergehen.
Anschließend wird der Rogen entfettet und durch ein Sieb gestrichen.
Dabei wird der unerwünschte Schleim entfernt. Danach werden die Eier gewaschen
und gesalzen. Die Eier sind direkt nach dem Schlachten hell und glasig. Der Kaviar
wird erst durch die Behandlung mit Salz dunkel. Die einzelnen Eier des Kaviars
werden oft als Perle oder Korn bezeichnet. Die größe des Kaviar-Korns
ist wichtiger Bestandteil der Kaviar-Qualität.
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