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Jakobsmuscheln
Die Jakobsmuschel (Coquiles St. Jacques, Pilgermuschel) ist eine
Kamm-Muschel mit charakteristischem Aussehen. Sie wird ca. 5-15 cm groß
und gilt als eine der größten und schmackhaftesten essbaren Muscheln.
Jakobsmuscheln kommen hauptsächlich im nördlichen Atlantik,
vor den Küsten Schottlands und Irlands vor, wo auch die delikatesten Jakobsmuscheln
gefangen werden. Aber auch für der Bretagne werden beträchtliche Mengen
Coquiles St. Jacques gefangen und auch im Mittelmeer kommt die Jakobsmuschel vor.
Fangzeit für die Jakobsmuschel ist November bis März, die Muschel wird
jedoch ganzjährig tiefgefroren angeboten. Um die Preise stabil zu halten,
ist der Fang der Jakobsmuscheln in manchen Gegenden streng limitiert. In der Bretagne
z.B. ist der Fang trotz ausreichenden Beständen der Jakobsmuschel auf zwei
Tage pro Woche für je 45 Minuten(!) beschränkt.
Gegessen wird bei der Jakobsmuschel das weiße Muschelfleisch,
das wohlschmeckend, nussig, leicht süßlich ist und einen runden Meeresgeschmack
hat. Der orangerote Rogensack der Jakobsmuschel ('Corail') gilt unter Feinschmeckern
als besondere Delikatesse.
Jakobsmuscheln können auf vielfältige Art zubereitet
werden: Pochiert, gebraten, gratiniert oder gedünstet, für kalte und
warme Vorspeisen oder für Ragouts, zum Füllen von Feinfischen und Fischterrinen.
Die Japaner essen Jakobsmuscheln auch roh als Sushi.
Die dekorativen Schalen mit ihrer außergewöhnlichen Form eignen sich
als als 'Geschirr' zum einfüllen des Muschelfleisches aber auch als Schalen
zum Backen und Gratinieren anderer Gerichte.
Die Schale der Jakobsmuschel galt im Mittelalter auch als Erkennungszeichen
der Pilger, die sich auf dem Weg zum Grab des heiligen Jakobus in Santiago
de Compostela, befanden. Sie wird daher auch 'Pilgermuschel' genannt. Auch heute
noch gilt die Jakobsmuschel als Zeichen der Pilgerschaft. Auch Papst benedikt
XVI führt die Pilgermuschel in seinem Papstwappen.
Auch die Mineralölfirma 'Shell' hat sich von der Jakobsmuschel
zu ihrem Logo inspirieren lassen.
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