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Gewürze. Einführung und Überblick zum Thema
Gewürze
Als Gewürze werden Pflanzenteile bezeichnet, die aufgrund
ihrer natürlichen Geschmacks- und Geruchstoffe zum Würzen
und Aromatisieren von Speisen verwendet werden.
Der Handel mit Gewürzen war insbesondere im Mittelalter ein
extrem einträgliches Geschäft, da Gewürze damals nicht nur zum
Würzen und Aromatisieren von Speisen sondern auch als Arznei und als Konservierungsmethode
verwendet wurden. Insbesondere arabische Staaten und italienische Stadtstaaten
wie Venedig wurden durch den Gewürzhandel extrem wohlhabend.
Insbesondere Pfeffer
war im Mittelalter sehr begehrt. Er wurde zeitweise mit Gold aufgewogen. Auch
Zimt war begehrt im Mittelalter.
Klassifizierung nach Herkunft
Gewürze lassen sich gliedern in:
- anorganische Stoffe: Kochsalz, Raucharomen, wie sie beim Räuchern entstehen
- Pflanzen oder Pflanzenteile frisch, getrocknet oder bearbeitet, hier verwendet
man
oBlätter, siehe Kräuter
und auch Blüten oder Blütenteile beispielsweise Safran
o Pflanzenwurzeln und auch Rhizome wie beim Ingwer oder Meerrettich
o Früchte oder Samen der Pflanzen
- wässerige, saure, ölige oder alkoholische Auszüge der Aromen
von Pflanzen als Beispiele seien Rosenwasser, Nelkenöl und Knoblauchöl
erwähnt
- tierische Substanzen: Honig, Fleischextrakt,
Trockenfisch, Fischsauce,
Anchovis (Sardellen), Garnelenpaste, etc.
- ferner benutzen wir ganz selbstverständlich Gewürzzubereitungen,
als ob es sich um ein einzelnes Gewürz handelt, erwähnt seien hier Senf,
Currypulver, Chutney,
Sojasauce und
Wasabi
- In der Lebensmitteltechnologie werden zunehmend auch synthetisch hergestellte
Aromen eingesetzt und kommen zum Verkauf, beispielsweise Vanillin und auch Rauchsalz.
Wirkung
Die geschmacksverbessernde Wirkung der Gewürze beruht auf leicht flüchtigen
Verbindungen, den ätherischen Ölen. Aufgrund ihrer leichten Flüchtigkeit
geben sie der Speise nicht nur einen angenehmen Geruch, sondern auch einen angenehmen
Geschmack, da das Geschmacksempfinden sich zum größten Teil in der
Nase abspielt.
Je nach Absicht kann man mit Gewürzen einer Speise ein komplett anderes
Aroma geben und damit vielleicht ein unerwünschtes Aroma überdecken
oder den ureigenen Geschmack der Speisen hervorheben, ergänzen und verstärken.
Da die in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle auch physiologische
Wirkung entfalten können, kann man mit verschiedenen Gewürzen auch durchaus
medizinische Zwecke erfüllen.
Die wichtigsten Funktionen von Gewürzen sind:
- Konservierung der
gewürzten Lebensmittel (Salz, Chili, Rosmarin)
- Anregung des Appetits durch Bitterstoffe (Bitterliköre, Rosmarin, Pomeranzenschale)
- Anregung der Verdauung durch Förderung der Magentätigkeit (Pfeffer,
Salz, Essig)
- Hilfe bei Darmkrämpfen und Verhinderung von Blähungen (Fenchel,
Anis, Kümmel)
- Verbesserung des Geschmacks von verdorbenen oder faden Lebensmitteln (Rosenwasser,
Orangenblüten)
- Ergänzung und Verstärkung des Geschmacks von wenig aromaintensiven
Gerichten (Glutamat, Vanille, Butter)
Weiterhin gibt es einzelne Wirkungen, die über die genannten Gruppen hinausgehen:
Zum Beispiel wird durch Anregung der Bildung von Gallenflüssigkeit insbesondere
durch Verwendung von Zwiebeln und Knoblauch die Fettverdauung gefördert.
Ingwer und Meerrettich werden günstige Wirkungen auf die Darmflora nachgesagt.
Dieser Artikel basiert
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