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Makrobiotik - Eine Einführung

Einführung in die Makrobiotik nach Georges Oshawa

Die Makrobiotik (übersetzt "Großes Leben" vom macros=lang, groß und bios=Leben) wurzelt im Zen-Buddhismus und im Taosimus und orientiert sich am fernöstlichen Yin-Yang-Prinzip.

Laut der Yin-Yang-Lehre besteht alles Leben aus der Spannung zwischen dem weiblichen Prinzip Yin (die sich ausdehnende Kraft) und dem männlichen Prinzip Yang (die sich zusammenziehende Kraft). Die Spannungen und Polaritäten aus diesem Prinzip überträgt die Makrobiotik auch auf die Ernährung d.h. beide Energien sollen in der Ernährung gleichmäßig vorhanden sein. Die Makrobiotik lehrt, dass die Ernährung ein wichtiger Faktor um den Menschen im Gleichgewicht mit dem Energiefluss zu halten. Die Ernährung gilt nach der Makrobiotik als ist die Grundlage der Harmonie zwischen Yin und Yang. Makrobiotik ist allerdings nicht nur eine praktische Lebensweise, sondern auch eine Weltanschauung, die zu größerer Offenheit, Flexibilität und verfeinerter Wahrnehmung führen soll.

Die moderne Makrobiotik ist wesentlich vom Japaner Georges Oshawa (1893-1966) und seinen Schülern geprägt worden. Oshawa und seine Schüler haben die Grundlagen der MakrobiotikGrundlagen der Makrobiotik entwickelt, die in leicht veränderter Form auch heute noch den Anhängern der Makrobiotik gültig sind.

Nahrungsmittel in der Makrobiotik

Die Makrobiotik teilt sämtliche Nahrungsmittel nach dem Prinzip von Yin und Yang ein. Die Ernährung sollte sich so gestalten, dass sich Yin und Yang im Gleichgewicht befinden. Dabei ist das Verhältnis von 5 Teilen Yin zu einem Teil Yang ideal. Diese Verhältnis von 5:1 repräsentiert Vollkorngetreide in vorbildlicher Form.

Zum element Yin zählen u.a. folgende Lebensmittel:
Polierter Reis, Auszugsmehle, Tomaten, Kartoffeln, Milch, Sahne

Zu Yang zählt die makrobitotische Ernährung u.a.:
Salz, Eier, Fleisch Geflügel, Fisch

Die makrobiotische Ernährung bevorzugt Lebensmittel aus knotrolliert biologischem Anbau.

Schwerpunkt der makrobiotischen Ernährung sind pfalnzliche Lebensmittel, dabei ist die Naturbelassenheit oberstes Gebot . Etwa die Hälfte (in der höchsten Stufe 100%) der makrobiotischen Kost sollte aus Naturreis und anderem Vollgetreide bestehen. Gemüse ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Mahlzeiten. Rohkost gehört durchaus zur makrobiotischen Küche, die meisten Speisen werden allerdings erhitzt, dabei sind schonende Garmethoden zu bevorzugen. Sojaprodukte und Seitan (Weizenfleisch) sind die wichtigsten Eiweißquellen in dieser zumeist fleischlosen Kost. Auch Algen runden die makrobiotischen Mahlzeiten ab. Weitere erlaubte Lebensmittel sind u.a. Hülsenfrüchte, Obst (einheimisch), Gemüse (gekocht), Nüsse, Wildgeflügel, befruchtete Eier und kleine Mengen Fisch.

Zu meiden sind in der makrobiotischen Kost:Micl und Milchprodukte, Säugetierfleisch, tropisches Obst und Gemüse, Geflügel, Zucker, Honig, Süßstoffe, Kaffee, Tee, Konserven und Tiefkühlprodukte.

Die 10 Ernährungs-Stufen in der Makrobiotik

Georges Oshawa teilt die Ernährung in 10 Stufen ein, wobei die höchste Stufe die ausschließliche Ernährung mit Vollwertgetreide beinhaltet:

Stufe/Nr. Getreide Gemüse Suppe tierisches Eiweiß Salate/Früchte Desserts/Nachtische
7 100% - - - - -
6 90% 10% - - - -
5 80% 20% - - - -
4 70% 20% 10% - - -
3 60% 30% 10% - - -
2 50% 30% 10% 10% - -
1 40% 40% 10% 20% - -
-1 30% 40% 10% 20% - -
-2 20% 40% 10% 25% 10% 5%
-3 10% 50% 10% 30% 15% 5%

Getrunken wird auf allen 10 Stufen nur, was der Durst verlangt.

Grundlagen der Makrobiotik

Laut Georges Oshawa werden alle Lebensmittel nach den beiden Prinzipien Yin und Yang eingeordnet. Für eine ausgewogene Ernährung ist darauf zu achten, dass das Verhältnis von Yin zu Yang eins zu fünf beträgt. Laut Oshawa erfüllt Vollkorngetreide diese Bedingung in idealer Weise. Deswegen ist auch die ausschließliche Ernährung die höchste seiner "10 Stufen der Ernährung". Oshawa behauptete auch, durch die höhren Stufen seiner Ernährung seien praktisch alle Krankheiten (darunter auch Krebs) heilbar. Deswegen wurde auch die Krankheitsbehandlung durch Ärzte im wesentlichen abgelehnt.

Oshawa vertrat außerdem die Ansicht, dass man so wenig wie möglich trinken und nur dann trinken soll, wenn man durstig ist. Diese Idee der spärlichen Getränkeaufnahme halten jedoch die meisten Vertreter der modernen Makrobitotik für überholt.

Oshawas Schüler Michio Kushi vertrat eine gemäßigtere Auffassung der Makrobiotik und passte sie den westlichen Gewohnheiten und Sichtweisen an. Dadurch näherte er sich den die sich den Vorstellungen der Vollwerternährung an. Kushi verwarf auch das 10-Stufen-Modell, behielt aber den Zusammenhang von Yin und Yang als zentrales Thema der makrobiotischen Ernährung bei.

Bewertung der Makrobiotik

Der Verzehr von Vollkornprodukten, wie von der Makrobiotik empfohlen, wirkt sich positiv auf die Kohlenhydrat- und Ballaststoffzufuhr aus. Auch das Meiden von Zucker und anderen Süßungsstoffen, sowie von Fett und Alkohol ist durchaus positiv zu betrachten.

Allerdings gibt es auch wesentliche negative Elemente in der Makrobiotik. So führt eine strikte Ernährung nach makrobiotischen Grundsätzen zu Mangel an Eiweiß, Eisen, Calcium und Jod, sowie den Vitaminen A, D, B12 und C. Auch die Einschränkung der Getränkezunahme ist gefährlich.

Insgesamt ist Makrobiotik als Dauerkost nicht zu empfehlen. Bei Kindern sollte sie nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden, für Säuglinge und Kleinkinder ist sie sogar lebensgefährlich. Von der Befolgung der strengen Makrobiotik nach Oshawa ist dringend abzuraten. Aus den USA werden einige Todesfälle gemeldet, die man der Strengen Einhaltung der Makrobiotik zuschreibt.



 
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