Computer und Technik
Herrenarmbanduhren. Einführung und Überblick zum Thema 'Herrenarmbanduhren' |
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Einführung und Überblick zum Thema 'Herrenarmbanduhren'Tragbare Uhren gibt es schon lange. Die ersten wurden um 1500 vom Nürnberger Uhrmacher Peter Henlein gebaut. Allerdings wurden diese kleinen Uhren lange Zeit nur als Taschenuhr getragen. Die ersten echten Armbanduhren wurden erst um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gebaut. Erst zu dieser Zeit ermöglichte es der technische Fortschritt und die immer weiter voranschreitende Verkleinerung der mechanischen Bauteile, Uhren zu entwickeln, die an einem Armband getragen werden konnten.
Allerdings waren diese ersten Armbanduhren vorerst nur für Frauen. Armbanduhren für Männer galten für die meisten Herren der damaligen Zeit als weibisch obwohl bereits im 19. Jahrhundert durch die Schweizer Firma Girard-Perregaux die erste Armbanduhr für Männer angefertigt worden war. Männer bevorzugten weiterhin die klassische Taschenuhr. Mit dem Aufkommen der Fliegerei stellte sich jedoch bald heraus, dass das Ablesen der Zeit von einer Taschenuhr für die Piloten in ihrem beengten Cockpit unpraktisch war. So entwickelte der Pariser Uhrmacher Louis Cartier zusammen mit seinem Freund, dem brasilianischen Flugpionier Alberto Santos-Dumont eine Uhr für Flieger, die an einem Armband am Handgelenk getragen werden konnte. Die Cartier Santos gilt als erste Herrenarmbanduhr. Auch die Offiziere im ersten Weltkrieg stellten bald fest, dass eine Taschenuhr im Gefecht und unter verschärften Witterungsbedingungen sehr unpraktisch ist. Auch sie schwenkten mehr und mehr auf Herrenarmbanduhren um. Gegen Ende des Krieges hatte die Armbanduhr auch bei den Herren ihren Siegeszug vollzogen und galt als Standard für den Mann von Welt. Die technische Entwicklung der Herrenarmbanduhren und der Armbanduhren im Allgemeinen schritt immer weiter fort. 1923 baute John Harwood die erste Automatikuhr, obwohl bereits um 1770 Abraham Louis Perrelet eine Taschenuhr mit Rotor und Wechsler (also beidseitig aufziehend) konstruiert hatte. Später baute die Nobelmarke Rolex eine Automatikuhr mit einseitig aufziehendem Rotor, die sie zum Patent anmeldete. Durch die Armbewegungen des Trägers wird eine Automatikuhr automatisch aufgezogen, die Feder muss also nicht mehr von Hand gespannt werden. Bei der Quarzuhr sorgt ein Quarzkristall, der unter Stromfluss schwingt, für die Taktung der Herrenarmbanduhr. Quarzuhren können sowohl über eine digitale Anzeige (Digitale Herrenarmbanduhr) oder über eine Anzeige mit Zeigern (Analoge Herrenarmbanduhr) verfügen. Es gibt jedoch auch Mischformen (Hybrid), die sowohl digitale als auch eine analoge Anzeige besitzen. Nach einem Boom in den 1980er Jahren wurde die Digitalanzeige zunehmend wieder von der Analoganzeige verdrängt. In den 70er Jahren kamen aus Japan mit einer vollständig computerisierten Steuerung, die völlig unabhängig von mechanischen Bauteilen funktionierten. Diese computerisierte Steuerung erlaubte eine große Erweiterung des Funktionsumfangs bei Herrenarmbanduhren. Die Armbanduhren konnten jetzt nicht nur die Zeit anzeigen sondern auch Datum, Wochentag und Jahr. Sie waren teils sogar mit kleinen Taschenrechnern und Stoppuhren ausgestattet. Im Laufe der Zeit wurden Herrenarmbanduhren in solcher Modellvielfalt entwickelt, dass sie schon lange nicht mehr nur ein Instrument zur Zeitanzeige sind. Herrenarmbanduhren sind schon längst zu einem Modeaccessoire geworden, das in vielen verschiedenen Größen, Formen und Farben angeboten wird. Darüber hinaus gibt es Herrenarmbanduhren in allen Preisklassen von der billigen Herrenarmbanduhr aus Plastik, die man für wenige Euro im Supermarkt kaufen kann bis hin zu den edlen Schmuckstücken von Luxusfirmen wie Cartier oder Rolex, die mehrere zehntausend Euro kosten können.
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